Informationen zur Soforthilfe Wärme

Die aktuelle Energiepreiskrise führt zu teilweise enormen finanziellen Belastungen für Wärmekunden. Um diese Belastungen etwas zu dämpfen, hat die Bundesregierung mit der Soforthilfe eine finanzielle Entlastung geschaffen.

Wer profitiert von der Soforthilfe?

Um die Kunden kurzfristig zu entlasten, hat sich die Bundesregierung für eine einfache und pragmatische Lösung entschieden: Ein Großteil unserer Wärmekunden erhält eine staatliche Soforthilfe, bei der die Dezember-Zahlung für Wärme bis zum 31.12.2022 erstattet wird. Dies betrifft alle Kunden mit einem Wärmeverbrauch unter 1.500.000 Kilowattstunden pro Entnahmestelle. Diese werden entlastet, solange es sich nicht um zugelassene Krankenhäuser handelt.

Auch einige Kunden mit einem Wärmeverbrauch von mehr als 1.500.000 Kilowattstunden pro Entnahmestelle sind kompensationsberechtigt im Sinne der Soforthilfe. Diese sind:

  • die die Wärme weit überwiegend im Zusammenhang mit der Vermietung von Wohnraum oder als Wohnungseigentümergemeinschaft im Sinne des Wohnungseigentumsgesetzes beziehen,

  • die zugelassene Pflege-, Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen sowie Kindertagesstätten und andere Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe sind, die im Aufgabenbereich des Sozialgesetzbuchs soziale Leistungen erbringen,

  • die staatliche, staatlich anerkannte oder gemeinnützige Einrichtungen des Bildungs-, Wissenschafts- und Forschungsbereichs oder Bildungseinrichtungen der Selbstverwaltung der Wirtschaft in der Rechtsform von Körperschaften des öffentlichen Rechts oder als eingetragener Verein organisiert sind;

  • oder die Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation, Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation, Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, anderer Leistungsanbieter oder Leistungserbringer der Eingliederungshilfe nach Teil 2 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch sind.

     

Wenn Sie Mieter sind und keinen Vertrag direkt mit EWV abgeschlossen haben, werden Sie zwar entlastet, jedoch nicht direkt von uns als Wärmeversorger, sondern von Ihrem Vermieter über die nächste Nebenkostenabrechnung. In dieser muss Ihr Vermieter die konkrete Höhe der Entlastung gesondert ausweisen. Bei Fragen setzen Sie sich bitte mit Ihrem Vermieter in Verbindung.

Damit wir die Entlastung erfolgreich umsetzen können, sind wir laut Gesetz verpflichtet, Daten unserer Kunden an den durch die Bundesregierung benannten Beauftragten (PwC)weiterzugeben.

Folgende Kunden-Daten müssen wir weitergeben:

  • E-Mail-Adresse oder Telefonnummer
  • Postanschrift
  • Abschlagszahlung für September
  • Liefermenge des Jahres 2021 oder des letzten Abrechnungszeitraums

Wie berechnet sich die Soforthilfe Dezember?

Die Höhe der Soforthilfe wird wie folgt angesetzt:

  • Abschlagssumme aus September 2022;
  • zuzüglich 20%.

Für Wärmekunden bzw. Objekte, die erst seit kurzem in die Versorgung gegangen sind und bei denen noch keine ausreichenden Erfahrungswerte vorliegen, werden die gemittelten Hochrechnungswerte von vergleichbaren Objekten verwendet.

Wichtig für Sie zu wissen: Sie müssen nichts weiter tun, um Ihren Anspruch wahrzunehmen.

Die Höhe der Soforthilfe wird wie folgt angesetzt:

  • Durchschnittlichen Abrechnungszahlungen der Monate Oktober 2021 bis September 2022

  • zuzüglich 20%.

Bei allen Kunden, die monatlich abgerechnet werden und die keine Abschläge zahlen, erfolgt die Erstattung über die nächste Rechnung, in der der Dezemberverbrauch abgerechnet wird.

Für Wärmekunden bzw. Objekte, die erst seit kurzem in die Versorgung gegangen sind und bei denen noch keine ausreichenden Erfahrungswerte vorliegen, werden die gemittelten Hochrechnungswerte von vergleichbaren Objekten verwendet.

Wichtig für Sie zu wissen: Sie müssen nichts weiter tun, um Ihren Anspruch wahrzunehmen.

Wie erhalten Sie die Soforthilfe Dezember?

Hier gibt es zwei Varianten:

  1. Wenn Sie einen Lastschrifteinzug mit uns vereinbart haben, wird der Dezemberabschlag als vorläufige Entlastung nicht eingezogen. Sie profitieren automatisch von der Soforthilfe und müssen nichts weiter unternehmen.
  2. Sollten Sie die Zahlungen monatlich selbst vornehmen, beispielsweise über einen Dauerauftrag oder eine monatliche Überweisung, müssen Sie die Zahlung für Dezember als vorläufige Entlastung nicht leisten. Den Januarabschlag überweisen Sie wieder wie gewohnt.

Sollten Sie versehentlich doch den Dezemberabschlag bezahlt haben, brauchen Sie sich keine Sorgen machen und nichts weiter tun: In Ihrer Jahresabrechnung wird dann der berechnete Entlastungsbetrag mit der vorläufigen Entlastung verrechnet. Es geht Ihnen kein Geld verloren!

Bei allen Kunden, die monatlich abgerechnet werden und die keine Abschläge zahlen, erfolgt die Erstattung über die nächste Rechnung.

Wichtig für Sie zu wissen: Sie müssen nichts weiter tun, um Ihren Anspruch wahrzunehmen.

Weitere Fragen und Antworten

Sollten Sie versehentlich doch den Dezemberabschlag bezahlt haben, brauchen Sie sich keine Sorgen machen und nichts weiter tun: In Ihrer Jahresabrechnung wird dann der berechnete Entlastungsbetrag mit der vorläufigen Entlastung verrechnet. Es geht Ihnen kein Geld verloren!

Wenn Sie Mieter sind und keinen Vertrag direkt mit EWV abgeschlossen haben, werden Sie zwar entlastet, jedoch nicht direkt von uns als Wärmeversorger, sondern von Ihrem Vermieter über die nächste Nebenkostenabrechnung. In dieser muss Ihr Vermieter die konkrete Höhe der Entlastung gesondert ausweisen. Bei Fragen setzen Sie sich bitte mit Ihrem Vermieter in Verbindung.

Im kommenden Jahr soll die sogenannte Wärmepreisbremse die Wärmepreise weiter dämpfen. Eines ist aber klar: Ein hundertprozentiger Ausgleich der Belastungen wird angesichts der historischen Dimensionen, in denen wir uns mit Blick auf die Energie-Kosten bewegen, leider nicht möglich sein. Wir werden uns also daran gewöhnen müssen, dass Gas und Wärme in den kommenden Jahren teuer bleiben wird.

Umso wichtiger ist es, sparsam mit Energie umzugehen. In fast jedem Haushalt gibt es Möglichkeiten, Energie einzusparen: Zum Beispiel die Heizung herunterdrehen, wenn niemand zu Hause ist, Stoßlüften und beim Duschen auf Dauer und Temperatur achten. Zudem sollte jeder überlegen, ob es nicht auch ein oder zwei Grad weniger im Zimmer tun. Jedes Grad weniger heizen verbraucht sechs Prozent weniger Energie und Geld - denn jede eingesparte Kilowattstunde schont auch den eigenen Geldbeutel. Auf unserer Website finden Sie hierzu auch wertvolle Energiespartipps.

Warum die Energiepreise so stark gestiegen sind und viele weitere Informationen und Hintergründe zur Energiekrise finden Sie auf einer speziell für Sie eingerichteten Seite. Diese finden Sie hier.