EWV sponserte Defibrillator für die Freiwillige Feuerwehr in Monschau-Höfen

Ohne Behandlung führt der plötzliche Herztod innerhalb von Minuten zum Tode. In Deutschland trifft es jährlich über 100.000 Menschen. Wenn die Hilfe nicht ab der ersten Minute effektiv ist, sinken die Überlebenschancen bis zum Eintreffen professioneller Hilfe um zehn Prozent pro Minute. Hier hilft ein AED (Automatisierter Externe Defibrillator): Als kleines, tragbares Gerät, das die Herztätigkeit des Patienten vor Ort analysiert, mit gezielten Schocks das Herz stimulieren kann und je nach Ausstattung auch bei der Wiederbelebung hilft. Ein AED wurde nun dem Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Höfen von der EWV Energie- und Wasser-Versorgung GmbH in Stolberg gesponsert. 

„Wir haben gejubelt“: das war die Reaktion von Löschgruppenführer Michael Roder, als er erfuhr, dass die EWV einen AED für den Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr in Monschau-Höfen sponsert. Die Ausstattung der Hilfskräfte der Feuerwehr mit dem AED im zuerst ausrückenden Fahrzeug ist wegen finanzieller Engpässe nicht immer eine Selbstverständlichkeit. Darum war es für Oberbrandmeister Michael Roder, seinen Stellvertreter Alexander Thieme und den Vorsitzenden des Fördervereins, Jochen Miessen, ein echter Freudentag, als Klaudia Ratzke von der Marketing-Abteilung der EWV nun das rund 1.770 Euro teure Gerät im Feuerwehrhaus in Höfen übergab. 

Spendenempfänger ist dabei der Förderverein der Feuerwehr, der schon in vielen Fällen wertvolle Hilfen für die freiwilligen Wehrleute ermöglichte. „Die EWV freut sich, damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit in Notfällen leisten zu können“, so Klaudia Ratzke. Für die Löschgruppe in Höfen wird damit übrigens nicht nur ein lebensrettendes Gerät in den Bestand aufgenommen. Gleichzeitig wird auch eine Lücke gefüllt, die nach der Schließung eines privaten Rettungsunternehmens Ende 2014 in Höfen entstanden ist. „Seitdem gibt es nur noch den Rettungswagen des Regelrettungsdienstes für dieses Gebiet“, berichtet Alexander Thieme. Das bedeutet nicht nur unter Umständen Anfahrtszeiten bei Notfällen von bis zu 25 Minuten, sondern auch fehlende Ortskenntnis: Anfahrende Rettungskräfte müssen zum Teil ihren Einsatzort erst suchen, manchmal erreichen sie das teils nur mit Allradfahrzeugen zugänglichen Geländes rund um den Eifelort aber nicht ohne Hilfe der Feuerwehr. In den großen angrenzenden Waldgebieten sind ganzjährig viele Wanderer unterwegs, um beispielsweise den Nationalpark Eifel oder die Narzissenwiesen im Stadtwald von Monschau zu erkunden. 

„Die Wege sind teilweise nur mit geländegängigen Fahrzeugen erreichbar“, weiß Michael Roder.

Da die Feuerwehr nicht nur innerhalb des Ortes als Ersthelfer alarmiert wird, um verunfallten oder plötzlich schwer erkrankten Personen auch an für Rettungswagen unzugänglichen Stellen zu sichern, ist ein AED wirklich Gold wert. Wenn man sich vor Augen hält, dass die Überlebenschance bei einem Herzanfall ohne Defibrillator pro Minute um zehn Prozent sinkt, kann die Ausrüstung der Hilfskräfte mit einem AED entscheidende Minuten bringen. „Schnelle Hilfe ist entscheidend“, betont Roder. Und sie ist kein Einzelfall, denn die Löschgruppe Höfen wurde alleine im Jahr 2015 zu drei Einsätzen gerufen, bei denen eine Reanimation nötig war. „Allen drei Notfallpatienten konnte qualifizierte Hilfe geleistet und ihr Leben gerettet werden“, berichtet Alexander Thieme. Das war allerdings nur möglich, da unter den aktuell 38 aktiven Wehrleuten acht Rettungsassistenten, ein Intensivpfleger und ein ausgebildeter Ersthelfer ihren freiwilligen Dienst verrichten.

Derzeit besuchen weitere 15 Feuerwehrkameraden den 40-stündigen, so genannten „First Responder“-Lehrgang zum Ersthelfer. Dazu werden alle Wehrleute noch im Umgang mit dem AED geschult. Der von der EWV gesponserte AED, der in Zusammenarbeit mit EWV-Sicherheitsingenieur Hans-Gerd Butz ausgewählt wurde, schließt eine Lücke in der bisherigen Ausstattung der Wehr. So wurde zwar 2006 im Zuge der Ersatzbeschaffung eines Löschfahrzeugs ein Notfallrucksack angeschafft. „Doch leider fehlt in diesem Rucksack ein AED“, sagt Michael Roder. So gesehen ist der Jubel unter den Wehrleuten leicht nachzuvollziehen.

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