EWV unterstützt Bau der Bürgerhalle Niederzier

 „Schon beim Blick auf die Zahlen in Sachen Bürgerhalle Niederzier wird klar, dass ohne ehrenamtliches Engagement wohl nichts gegangen wäre. „3000 Stunden haben wir hier mit 20 Mann gearbeitet“, sagt Ortsvorsteher Karl-Heinz Stelzner. Und ohne Spenden und Sponsoring würde wohl auch nichts gehen. Hier sind die ortsansässigen Banken genauso mit im Boot wie die EWV Energie-und Wasser-Versorgung und die Bürger als Spender. „Ein schönes Projekt: Aus dem Ort für die Menschen im Ort! Da sind wir gerne dabei“, kommentiert EWV-Geschäftsführer Manfred Schröder das Engagement des Energieversorgers. 

Entstanden ist am Ortsrand, gleich an den Sportanlagen und fast in Rufweite des Tagebaurandes Hambach, eine großzügige Halle. Grün ist sie, passt gut in die Landschaft und bietet innen einen großzügigen Raum für die vier beteiligten Ortsvereine. Auf neun Metern Breite, 19 Metern Länge und einer lichten Höhe von drei bis vier Metern öffnen sich 150 Quadratmeter, die vielfältig genutzt werden können. „Wir brauchten für unsere Ortsvereine einen Platz, wo zentral das nötige Material für die verschiedenen Veranstaltungen übers Jahr gesammelt wird“, erklärt Stelzner.

Mit viel Arbeit im Hintergrund haben er und die Mitglieder der Karnevalsgesellschaft (KG) „Fidelio“, der Schützenbruderschaft St. Nikolaus, des Kaninchenzuchtvereins R48 und des Trompetercorps „Zierte Jonge“ viele Helfer und Spender davon überzeugt, dass der Bau eine wichtige Sache für die Dorfgemeinschaft ist. „Hier wohnen ein paar tausend Menschen. Die brauchen ihre Vereine und eine funktionierende Infrastruktur“, weiß Stelzner. Darum wurde schon 2013 das Haus geplant. Als grünes Licht von der Gemeinde kam, und das ursprünglich im Besitz der RWE befindliche Grundstück freigegeben wurden, begannen die Aktiven gleich mit der Umsetzung. Die Bodenplatte wurde gegossen, die Zufahrt angelegt und das Fundament für den Bau der metallenen Hallenkonstruktion errichtet.

„Alles in Eigenleistung“, ist Karl-Heinz Stelzner stolz. Im Prinzip wurde von den gesammelten Geldern oft nur Material besorgt. Lediglich für spezielle Arbeiten wurde auf Firmen zurückgegriffen. „Nach der Fertigstellung stand für uns sehr schnell fest, dass wir auch das Außengelände noch neu gestalten wollen“, so Stelzner weiter. Wieder wurde die Werbetrommel für das Projekt gerührt und Spenden gesammelt. Derzeit macht sich die Gruppe der Freiwilligen daran, das Gelände auf den sommerlichen Betrieb vorzubereiten. „Unsere Planungen sehen auch einen neuen Grillplatz vor“, sagt Stelzner. Die Fläche wird derzeit noch anderweitig genutzt, soll aber auch im Rahmen des ehrenamtlichen Engagements zu einer Anlaufstelle für die Ortsgemeinschaft werden.

Das, was andernorts „Quartiersarbeit“ genannt wird, ist für Karl-Heinz Stelzner und die Männer von der Bürgerhalle Niederzier etwas, das sie gerne für den Ort tun. „Da fragt man nicht, da wird einfach geholfen“, sagt Stelzner. Und vor allem, wenn man sieht, dass sich die Infrastruktur im Ort immer weiter verschiebt: Früher normale Institutionen wie Banken, Gaststätten oder auch Treffpunkte werden immer weniger oder fallen ganz weg. Da wird eine Einrichtung wie die Bürgerhalle noch wichtiger. „Wissen Sie, die Menschen werden immer älter, und man hat nicht immer die Gelegenheit, sich holen und bringen zu lassen. Da ist so ein Treffpunkt im Ort doch viel wert“, schließt Stelzner. Darum wird es zur Eröffnung, die noch vor den Sommerferien angedacht ist, auch zwei Bänke geben: An der Zuwegung zur Bürgerhalle und damit direkt am gern zum Spazieren genutzten Weg in Richtung Tagebau. „Damit die Leute auch wirklich was davon haben“, unterstreicht der Ortsvorsteher abschließend.

Yvonne Rollesbroich
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