Stolberg / Alsdorf / Eschweiler Die Geschäftsführungen der AWA Entsorgung GmbH und der EWV Energie- und Wasser-Versorgung GmbH haben den Nutzungsvertrag zur Errichtung einer Freiflächen-Photovoltaikanlage auf der Deponie Warden unterzeichnet. Damit gehen beide Unternehmen den nächsten Schritt, um das bereits seit Längerem gemeinsam verfolgte Projekt zur Nutzung erneuerbarer Energien weiter voranzubringen.
Geplant ist auf dem Gelände der Deponie Warden ein Solarpark, der eine bereits vorbelastete Fläche sinnvoll für die Erzeugung von klimafreundlichem Strom nutzt. Die Deponie liegt zwischen Alsdorf und Eschweiler an der Mariadorfer Straße und bietet aufgrund ihrer Lage und Beschaffenheit gute Voraussetzungen für eine solche Nachnutzung.
Mit der ersten Ausbaustufe der Photovoltaikanlage soll künftig erneuerbarer Strom direkt in der Region erzeugt werden. Perspektivisch ist eine installierte Leistung von bis zu rund 8 Megawatt vorgesehen. Rechnerisch entspricht dies einer Strommenge, mit der etwa 2.000 Haushalte pro Jahr versorgt werden könnten. Theoretisch bietet die Deponie sogar fast doppelt so viel Potenzial, um dies vollständig auszunutzen, müssen aber Netz- und PV Ausbau in der Zukunft weiter harmonisiert werden.
Gerade in Zeiten steigender Energiepreise und wachsender Anforderungen an den Klimaschutz leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur regionalen Energiewende. Die Nutzung öffentlicher Infrastrukturen wie einer Deponie zeigt, dass der Ausbau erneuerbarer Energien möglich ist, ohne zusätzliche Flächen in Anspruch zu nehmen oder in Konkurrenz zu Landwirtschaft und Wohnen zu treten.
Die AWA als Eigentümerin und Betreiberin der Deponie stellt die Fläche zur Verfügung und bringt ihre Erfahrung im Umgang mit Deponiestandorten und deren Nachsorge ein. Die EWV übernimmt die energiewirtschaftliche Entwicklung und Einbindung des Projekts. Ziel ist es, erneuerbare Stromerzeugung dort zu realisieren, wo sie ökologisch sinnvoll, technisch machbar und gesellschaftlich akzeptiert ist.
Beide Unternehmen sehen in dem gemeinsamen Vorhaben einen Mehrwert für die Region: Es stärkt den Klimaschutz, erhöht den Anteil erneuerbarer Energien im regionalen Strommix und ist ein weiterer konkreter Schritt hin zu einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Energieversorgung vor Ort.
