Hier gibt es Antworten auf Ihre Fragen

Sie haben Fragen zur aktuellen Lage auf dem Energiemarkt? Hier finden Sie Antworten.

Informieren Sie sich zur aktuellen Preisentwicklung, der Versorgungssituation und zum Notfallplan Gas. Lesen Sie, was Sie zur Soforthilfe Gas und zur Soforthilfe Wärme wissen müssen. Außerdem gibt es Tipps, was Sie konkret für Ihren Geldbeutel und die Umwelt tun können.

Sollten Sie eine Frage zur allgemeinen Lage haben, die hier noch nicht beantwortet ist: Dann schreiben Sie uns eine kurze Mail an presse@ewv.de. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

 

Aktuelle Energielage - EWV Energie- und Wasser-Versorgung GmbH

Hier haben wir viele Tipps für Sie zusammengestellt, mit denen Sie Ihren Energieverbrauch – und damit Ihre Energiekosten – senken können.

Zu den Energiespartipps

 

Aktuelle Energielage - EWV Energie- und Wasser-Versorgung GmbH

Entlastungsmaßnahmen

Für viele Menschen stellt die aktuelle Ausnahmesituation eine enorme Belastung dar. Daher hat die Bundesregierung drei Entlastungspakete auf den Weg gebracht. Allein diese drei Pakete umfassen rund 95 Milliarden Euro. Sie sollen zügig umgesetzt werden.

Hinzu kommt der Abwehrschirm, den die Bundesregierung am 29. September vorgestellt hat. Mit ihm sollen die steigenden Energiekosten abgefedert werden. Hierfür stellt die Regierung bis zu 200 Milliarden Euro bereit.

Beispiele, die bereits aus den ersten beiden Entlastungspaketen umgesetzt wurden:

  • Wegfall der EEG-Umlage zum 1. Juli 2022. Die Ersparnis durch die Absenkung der EEG-Umlage berücksichtigen wir übrigens ganz automatisch in Ihrer nächsten Stromrechnung.
  • ein einmaliger Heizkostenzuschuss für Beziehende von Wohngeld sowie
  • eine einmalige Energiepreispauschale in Höhe von 300 Euro für alle einkommensteuerpflichtigen Erwerbstätigen.

Der Abwehrschirm sieht unter anderem folgende Maßnahmen vor:

  • Maßnahmen, um die Versorgungssicherheit zu erhalten, den Verbrauch zu senken und das Angebot an den Energiemärkten auszuweiten
  • Einführung einer Strompreisbremse für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie alle Unternehmen
  • Schnellstmögliche Einführung einer Gaspreisbremse
  • Reduzierung der Mehrwertsteuer auf Gas und Fernwärme

Eine Übersicht über alle derzeitigen Entlastungen finden Sie auf der Webseite des Bundesfinanzministeriums.

Privatkunden und kleinere und mittlere Unternehmen werden im Dezember eine einmalige Entlastung für Gas und Wärme durch den Staat erhalten. Sie werden dadurch kurzfristig entlastet. Ein entsprechendes Gesetz hierzu liegt vor. Aktuell arbeiten Institutionen, Verbände, Unternehmen und wir zusammen, damit diese Entlastung Sie ganz konkret und am schnellsten erreicht.

Erfahren Sie, wie Sie von der Soforthilfe Gas und der Soforthilfe Wärme  profitieren.

Die Gaspreisbremse sieht vor, für Privatkunden sowie kleinere und mittlere Unternehmen ab März 2023 bis vorerst Ende April 2024 den Gaspreis für 80% des Verbrauchs auf 12 Cent pro Kilowattstunde zu deckeln. Für die restlichen 20 Prozent würde der vertraglich vereinbarte Preis gelten. Auch hier wird eine entsprechende Gesetzesvorlage aktuell beraten und hoffentlich bald entschieden. Sobald klar ist, wie die Gaspreisbremse genau ausgestaltet wird, werden wir Ihnen dies hier sofort mitteilen. Bis dahin bitten wir Sie noch um ein wenig Geduld.

Auch die Strompreisbremse soll Privatkunden und kleinere und mittlere Unternehmen entlasten. Wie genau die Strompreisbremse aussehen soll, ist aber noch nicht bekannt. Sie soll auf jeden Fall den Anreiz zum Stromsparen erhalten und dazu beitragen, die Stromkosten insgesamt zu senken. Die Bundesregierung arbeitet derzeit daran, diese Maßnahme auszugestalten.

Die Gasbeschaffungsumlage in Höhe von 2,419 Cent pro Kilowattstunde sollte ursprünglich zum 1. Oktober 2022 eingeführt werden. Nun hat die Bundesregierung diese Umlage im Zuge des Abwehrschirms zurückgenommen. Eine Umsetzung soll rückwirkend zum 1. Oktober 2022 erfolgen. Zusätzlich wird die Mehrwertsteuer auf Gas und Fernwärme vorübergehend von 19 auf 7 Prozent gesenkt (vom 1. Oktober 2022 bis Ende März 2024).

Wichtig: In den Medien wird oft nur von der Gasumlage gesprochen. Konkret verbirgt sich dahinter die Gasbeschaffungsumlage. Die Gasspeicherumlage bleibt bestehen und ist wie geplant zum 1. Oktober in Kraft getreten.

 

Durch den Wegfall der Gasbeschaffungsumlage sinkt Ihr Arbeitspreis netto um 2,419 Cent pro Kilowattstunde. Selbstverständlich geben wir auch die reduzierte Mehrwertsteuer in Höhe von 7 Prozent an Sie weiter. Beides berechnen wir rückwirkend vom 1. Oktober 2022. Bei einem durchschnittlichen 4-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden sind das dann rund 480 Euro pro Jahr.

Selbstverständlich geben wir die wegfallende Gasbeschaffungsumlage in vollem Umfang an Sie weiter. Dafür müssen Sie nichts tun. Dies gilt auch für die reduzierte Mehrwertsteuer.

Dies bestätigen wir Ihnen in einem Infoschreiben, welches Sie in den nächsten Tagen erhalten.

Falls wir Ihren Abschlag bereits aktiv angepasst haben, bekommen Sie kurz darauf ein zweites Schreiben von uns. Darin informieren wir Sie über Ihren neuen, reduzierten Abschlag.

Falls Sie bereits aktiv Ihren Abschlag gesenkt haben, erhalten Sie von uns keine neuerliche Abschlagsmitteilung.

Sollten Sie uns bereits den erhöhten Abschlagsbetrag gezahlt haben, werden wir Ihnen die zu viel bezahlten Beträge im Rahmen der Jahresabrechnung zurückerstatten.

Der Bundestag hat am 30. September beschlossen, die Mehrwertsteuer auf Gas und Fernwärme zu senken – und zwar von 19 auf 7 Prozent. Diese Senkung ist zeitlich befristet. Sie gilt rückwirkend vom 1. Oktober bis Ende März 2024 und wurde am 7. Oktober auch vom Bundesrat gebilligt.

Auch diese Senkung geben wir selbstverständlich in vollem Umfang an Sie weiter. Sie müssen nichts tun. Wir berücksichtigen den reduzierten Mehrwertsteuersatz automatisch und rückwirkend zum 1. Oktober 2022 in Ihrer Jahresrechnung.

Aktuelle Energielage - EWV Energie- und Wasser-Versorgung GmbH

Preisentwicklung

Die Preise für Energie steigen. Hier erfahren Sie, warum das so ist und was das für Ihre Energiekosten bedeutet. 

Für die aktuelle Entwicklung der Energiepreise sind eine Reihe von Faktoren verantwortlich. Im vergangenen Jahr (2021) stieg die Nachfrage nach Energie durch die Industrie, die sich von der Corona-Krise erholte. Hinzu kommt die zurückgehende Erdgasproduktion in Europa und die kühle Witterung im Jahr 2021.

Nicht zuletzt aber hat der Ukraine-Krieg dazu geführt, dass die Preise für Erdgas weiter steigen. Die Preissteigerungen wirken sich auch auf den Strompreis aus (siehe Frage: Was hat Erdgas mit meinem Strompreis zu tun?). So sind für die derzeitigen Preisanstiege beim Strom vor allem die steigenden Gaspreise verantwortlich.

Erdgas wird nicht nur zum Heizen und für Warmwasser eingesetzt, sondern dient auch als Brennstoff bei der Stromerzeugung. Der Brennstoff Erdgas ist im Vergleich zu anderen konventionellen Energieträgern wie Kohle oder Öl klimaschonender. Deshalb ist Erdgas eine wichtige sogenannte Brückentechnologie in der Stromproduktion, bis genug Strom aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt werden kann.

Der Strompreis setzt sich aus drei Bestandteilen zusammen.

  • Steuern, Umlagen & Abgaben: Als erstes sind hier Steuern, staatliche Umlagen und Abgaben zu nennen, die derzeit 15 % unseres Strompreises ausmachen. Auf die Entwicklung der gesetzlich vorgegebenen Preisbestandteile haben wir keinen Einfluss.
  • Netzentgelte/Messung: Der zweite Bestandteil ist der Anteil für die Netzentgelte, also für das Betreiben der Stromnetze (instandhalten, erneuern, erweitern) und für die Messung. Die Netzentgelte werden nicht von uns, sondern vom örtlichen Netzbetreiber festgelegt. Sie machen 27 % des Strompreises aus.
  • Beschaffung, Vertrieb & Service: Rund 58 % des Strompreises entfallen schließlich auf den Stromeinkauf, den Vertrieb und den Kundenservice.

Hier muss man etwas tiefer in die Beschaffungsstrategien bei Energieversorgern eintauchen. Während Discounter eher kurzfristig am volatilen Spotmarkt einkaufen, setzen wir auf eine langfristige Strategie über den Terminmarkt.

Der Terminmarkt ist der Handelsplatz für die langfristige Beschaffung. Hier kaufen wir den Großteil unserer Energie für Sie ein. Damit starten wir schon bis zu drei Jahre im Voraus und kaufen jeden Monat regelmäßig Energie dazu. Der Spotmarkt dient der kurzfristigen Beschaffung. Hier kaufen wir noch offene, kleinere Mengen ein und falls ungeplant viele neue Kunden hinzukommen oder höhere Verbrauchsmengen anfallen.

Wir wählen bewusst diese risikoarme Einkaufsstrategie. Natürlich könnte man auch am Spotmarkt „zocken“. Aber für uns zählen Strom und Gas zur Daseins-Vorsorge und da sagen wir ganz klar: Das ist kein Bereich in dem man zockt.

Durch unsere langfristige Beschaffung erreichen Sie die Preissteigerungen, die bereits im Oktober 2021 begonnen haben, erst 2022. Ebenso verhält es sich um umgekehrten Fall: Wenn die Preise an der Börse sinken, wirkt sich dies zeitverzögert auf Ihren Preis aus. Wichtig zu wissen ist ebenfalls, dass die Preise an den Börsen aktuell stark schwanken und im Durchschnitt immer noch auf einem sehr hohen Niveau liegen.

Die aktuellen Konditionen für die Ersatz-/Grundversorgung Gas finden Sie hier.
Die aktuellen Konditionen für die Ersatz-/Grundversorgung Strom finden Sie hier.

Grundsätzlich gilt: Die Preise in der Ersatzversorgung können jeweils zum 1. und 15. eines Monats angepasst werden. Dadurch können wir schnell auf aktuelle Marktentwicklungen reagieren. Dabei ist uns wichtig, dass wir auch sinkende Marktpreise an Sie weitergeben. Denn wir wissen, wie stark die Energiepreise viele unserer Kunden belasten.

Bereits zum 15. Oktober haben wir die Preise der Ersatzversorgung für Gas gesenkt. Eine weitere Preissenkung für Strom und Gas erfolgt zum 15. November.

Bitte beachten Sie: zu den Preisanpassungen der Ersatzversorgung erhalten Sie keine gesonderten Schreiben von uns. Die aktuellen Preise finden Sie immer auf unserer Homepage. Hier ist es ratsam, sich immer regelmäßig zu informieren.

Die Preise in der Ersatzversorgung spiegeln die Beschaffungspreise am Energiemarkt wider. Hierzu passen wir die Preise regelmäßig an.

In der Ersatzversorgung werden Sie vorübergehend aufgefangen, wenn Sie von Ihrem Energieanbieter gekündigt wurden oder selbst gekündigt haben. Mit der Ersatzversorgung stellen wir sicher, dass Sie automatisch und ohne Unterbrechung weiter mit Strom bzw. Gas beliefert werden. Bedingt durch die aktuelle Marktsituation erleben wir zurzeit einen höheren Kundenzulauf als in unserer Beschaffung eingeplant. Dies übersteigt die Strom- bzw. Gasmenge, die wir für unsere Kunden am Markt eingekauft haben. Daher sind wir gezwungen, kurzfristig Strom bzw. Gas nachzukaufen. Und das ist gerade nur zu hohen Preisen möglich.

Heizen mit Gas war noch nie so teuer. Die hohen Preise stellen für unsere Kunden eine deutliche Belastung dar. Diese Belastung möchten wir nicht durch weitere Preisanpassungen verstärken müssen. Dies wäre allerdings ohne die Ersatzversorgung notwendig. Denn dann müssten wir die hohen Preise für die zusätzlich beschafften Mengen an all unsere Kunden weitergeben.

Für Haushaltskunden gilt: Wenn Sie im Grundversorgungsgebiet der EWV wohnen, übernehmen wir automatisch die Ersatzversorgung mit Strom oder Gas. Die Ersatzversorgung ist zeitlich auf drei Monate befristet. Während dieser Zeit können Sie innerhalb eines Tages kündigen und zu einem anderen Anbieter wechseln. Nach drei Monaten in der Ersatzversorgung übernehmen wir Sie automatisch in unsere Grundversorgung.

Sie müssen nichts tun. Strom bzw. Gas steht Ihnen während der gesamten Zeit zur Verfügung. Zusätzlich senden wir Ihnen ein Schreiben zu. Darin finden Sie alle Information für Ihre Unterlagen.

Die Ersatzversorgung ist auf drei Monate befristet. Für diesen Zeitraum zahlen Sie einen deutlich höheren Arbeitspreis als später in der Grundversorgung. Bitte planen Sie dies entsprechend ein, wenn Sie z.B. Ihre Abschläge festlegen. Gerne können Sie uns Ihre Zählerstände jeweils zu Beginn und zum Ende der Ersatzversorgung mitteilen. Nutzen Sie hierfür bitte unser Online-Kundenportal unter www.ewv.de/kundenportal

Für Haushaltskunden gilt: Wenn Sie im Grundversorgungsgebiet der EWV wohnen, übernehmen wir automatisch die Ersatzversorgung mit Strom oder Gas. Die Ersatzversorgung ist zeitlich auf drei Monate befristet. Während dieser Zeit können Sie innerhalb eines Tages kündigen und zu einem anderen Anbieter wechseln. Nach drei Monaten in der Ersatzversorgung übernehmen wir Sie automatisch in unsere Grundversorgung.

Sie müssen nichts tun. Strom bzw. Gas steht Ihnen während der gesamten Zeit zur Verfügung. Zusätzlich senden wir Ihnen ein Schreiben zu. Darin finden Sie alle Information für Ihre Unterlagen.

Die Ersatzversorgung ist auf drei Monate befristet. Für diesen Zeitraum zahlen Sie einen deutlich höheren Arbeitspreis als später in der Grundversorgung. Bitte planen Sie dies entsprechend ein, wenn Sie z.B. Ihre Abschläge festlegen. Gerne können Sie uns Ihre Zählerstände jeweils zu Beginn und zum Ende der Ersatzversorgung mitteilen. Nutzen Sie hierfür bitte unser Online-Kundenportal unter www.ewv.de/kundenportal

Leider haben wir im Moment keine weiteren Gas- oder Strom-Produkte im Angebot. Wir arbeiten aber hart daran, das bald wieder zu ändern.

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Gasversorgung

Aktuell ist die Gasversorgung stabil und die Versorgungssicherheit gewährleistet. Dennoch ist es wichtig, unseren Gasverbrauch weiter zu senken. Nur so können wir eine Gasmangellage im Winter vermeiden. Die Gasspeicher sind gut gefüllt. Sollte es dennoch zu einem Engpass kommen, sind Haushalte aktuell besonders geschützt.

Aktuell ist die Gasversorgung stabil. Dennoch bleibt die Lage angespannt und auch eine Verschlechterung der Situation kann nicht ausgeschlossen werden.

Zwar sind die Gasspeicherstände mit 93 Prozent gut gefüllt (Stand: 07.10.2022). Sorge bereitet der Bundesnetzagentur allerdings der gestiegene Gasverbrauch von Haushalts- und Gewerbekunden. So ist der wöchentliche Verbrauch weiter angestiegen und liegt über dem durchschnittlichen Verbrauch der letzten vier Jahre.

Ja. Die Bundesnetzagentur betont ausdrücklich die Bedeutung eines sparsamen Gasverbrauchs. Denn nur so können wir Engpässe in der Gasversorgung vermeiden.

Um eine Gasnotlage im Winter zu vermeiden, sind mindestens 20 Prozent Einsparungen im privaten, gewerblichen und industriellen Bereich notwendig. Laut BNA-Präsident Klaus Müller könne die Lage sehr ernst werden, wenn der Gasverbrauch nicht deutlich reduziert wird.

Zwei wichtige Hebel, um seinen Gasverbrauch zu senken, sind:

  • Weniger, schneller und kürzer duschen.
  • Raumtemperatur auf 19 Grad absenken.

Mit diesen Maßnahmen können Sie zudem steigenden Energiekosten entgegenwirken.

Diese und weitere Tipps zum Energiesparen finden Sie auch Webseite.

Vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges bleibt die Lage weiter angespannt. Denn letztlich kann niemand ausschließen, dass sich die Situation verschlechtert. Zurzeit ist die Gasversorgung jedoch stabil.

Dies liegt auch daran, dass Deutschland mittlerweile weniger von russischen Gaslieferungen abhängig ist. Zu Beginn des Ukraine-Krieges lag die Abhängigkeit bei über 50 Prozent. Im Gegensatz dazu lag sie Ende Juni nur noch bei 26 Prozent. Stattdessen kommt heute ein Großteil der Lieferungen aus Norwegen und den Niederlanden.

Zudem hat die Bundesregierung verschiedene Notmaßnahmen ergriffen. Diese sollen die Versorgung im Herbst und Winter aufrecht erhalten.

Dazu gehört unter anderem die gesetzliche Vorgabe, die Gasspeicher vorrangig aufzufüllen: bis zum 1. November zu 95 Prozent. Aktuell sind die Speicher zu 93 Prozent gefüllt (Stand: 07.10.2022).

Die Gasspeicher-Infrastruktur ist in Deutschland gut ausgebaut. Laut BDEW verfügt die deutsche Gaswirtschaft über das größte Speichervolumen in der Europäischen Union.

Im Notfallplan Gas der Bundesregierung ist klar geregelt, wer bei einem akuten Mangel weiter versorgt wird.

Haushaltskunden müssen sich zum jetzigen Zeitpunkt keine Sorgen um ihre Gasversorgung machen. Sie sind sie durch gesetzliche Bestimmungen besonders geschützt. Diese gilt für sensible Einrichtungen (z.B. Altenheime, Krankenhäuser) aber auch für bestimmte Bereiche der kritischen Infrastruktur (z.B. Gaswerke zur Wärmeversorgung).

 

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Notfallplan Gas

Der dreistufige Notfallplan Gas regelt die Versorgungslage in Notlagen. Aktuell gilt die zweite Warnstufe: die Alarmstufe. Sie wurde am 23. Juni 2022 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klima (BMWK) ausgerufen. Hier erfahren Sie, wie sich die drei Warnstufen im Notfallplan Gas unterscheiden.

Der Notfallplan Gas regelt die Gasversorgung in Deutschland in einer Krisensituation.
Im Notfallplan Gas sind drei Eskalationsstufen festgelegt. Sie werden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klima (BMWK) ausgerufen:

1. Frühwarnstufe, 2. Alarmstufe, 3. Notfallstufe

 

Infografik des BDEW zu den Krisenstufen gemäß Notfallplan Gas

In der Frühwarnstufe liegen konkrete und ernste Hinweise vor, dass sich die Gasversorgung erheblich verschlechtert. Das BMWK hat die Frühwarnstufe am 30. März 2022 ausgerufen.

Grundsätzlich gilt: Die Frühwarnstufe ist eine vorsorgliche Maßnahme. Sie bedeutet nicht, dass es einen akuten Versorgungsengpass gibt. Sie dient den Netzbetreibern und der Industrie dazu, gemeinsam konkrete Vorsorgemaßnahmen zu treffen.

Das BMWK hat die Alarmstufe am 23. Juni 2022 ausgerufen. Damit hat die Bundesregierung auf die stark gesunkenen russischen Gaslieferungen seit Mitte Juni 2022 reagiert. Der Gazprom-Konzern hatte die Lieferungen durch die wichtige Versorgungsleitung Nord Stream 1 stark reduziert.

Auch die Alarmstufe dient der Vorsorge. Die Versorgungssicherheit ist weiterhin gegeben. Für Sie ändert sich dadurch nichts.

Die Notfallstufe wurde noch nie ausgerufen.

In der Notfallstufe würde der Staat eingreifen, um die Gasversorgung sicherzustellen. Dies wäre dann der Fall, wenn die Gasversorgung nicht mehr ausreicht, um die Nachfrage zu decken – trotz aller zuvor umgesetzten Maßnahmen.

Die Bundesnetzagentur wird dann zum sogenannten Bundeslastverteiler. Sie würde dann die Gasverteilung mit dem jeweiligen Netzbetreiber vor Ort abstimmen.