Sonnenenergie tanken und kulinarisch genießen

Auf dem ehemaligen Zechengelände der Grube Anna in Alsdorf entstand vor zwei Jahren das Energeticon, das Besuchern Einblicke in die Energiewende gibt: vom fossilen ins regenerative Zeitalter. Hier, noch ganz im Industriecharakter, findet sich auch das Bistro & Restaurant Eduard.

Mit seinem außergewöhnlichen Ambiente kann das Eduard in Alsdorf locker mit Großstadt-Szenelokalitäten mithalten. Die ehemalige Schmiede wurde ausgezeichnet an die heutige Nutzung angepasst, ohne ihren ursprünglichen Charakter zu verlieren: Modernste Einrichtung und exakt bis ins Detail abgestimmte Dekoration verweisen nach wie vor auf die Geschichte des Ortes. So sind die Glasvasen mit Kohlestücken gefüllt, und auch die schwarzen und gelben Stühle deuten auf das Kohlezeitalter und die Energiewende zur Solarenergie hin. Bilder von Zechenarbeitern runden den Gesamteindruck ab.

Großstadt-Feeling und Loft-Charakter

Die großen Fenster und die hohe Decke lassen ein Gefühl von Weite entstehen; die einfallenden Sonnenstrahlen tauchen den Raum in ein besonderes Licht, das abends von der blau-violetten Deckenbeleuchtung abgelöst wird. Das Gebäude wurde über dem ehemaligen Schacht Eduard errichtet, von dem das Restaurant seinen Namen hat.

Die beiden Inhaber, Patrick Rosskamp und Boris Empt, die sich als Öcher Jonge bezeichnen, haben das Eduard im April 2016 übernommen und umgestaltet. Die beiden kennen sich seit 28 Jahren – mit etwa acht Jahren freundeten sie sich an. Irgendwann war klar: „Wenn wir mal etwas zusammen machen, dann nur im Gastronomie-Bereich“, erklärt Patrick Rosskamp. Ihr Rezept für eine erfolgreiche Zusammenarbeit: „Wir verfolgen ein gemeinsames Ziel und haben dieselben Meinungen und Ansichten; das ist total wichtig, da wir uns öfter sehen als ein Ehepaar“, verrät Boris Empt. Mit einem Lachen ergänzen beide: „Unsere Gäste fragen manchmal, ob es hier immer so ist: Wenn wir beide zusammen hier sind, ist das fast wie Comedy.“

Insgesamt arbeiten acht Personen im Eduard. Neben dem Hauptlokal gibt es noch andere Gebäude auf dem Gelände, beispielsweise das Fördermaschinenhaus für große Gesellschaften, die dann mit dem Catering des Eduards versorgt werden. Eine Sonnenterrasse und zwei Räume in einem weiteren Zechengebäude bieten genug Platz und technische Ausstattung für jedes erdenkliche Veranstaltungsformat von Tagungen, Produktpräsentationen und Gala-Abenden bis hin zu Hochzeiten und Geburtstagen. Jeden ersten Samstag im Monat gibt es Musik vom Flügel im Eduard – zu allen anderen Gelegenheiten kann selbstverständlich jeder spielen, der mag. Die internationale Crossover-Küche mit Bistro- und Restaurant-Karte bietet für jeden Geschmack etwas und wechselt auch nach Saison. Wir probieren heute das knusprige Wiener Schnitzel mit Pommes Frites und Salat. Das Schnitzel ist genauso, wie es sein soll, sodass wir uns wie in Wien fühlen. Prädikat: Empfehlenswert!

Bistro & Restaurant Eduard
Konrad-Adenauer-Allee 7
52477  Alsdorf
Telefon: 02404 9560199
www.restaurant-eduard.de

Öffnungszeiten: 
Montags Ruhetag
Dienstag bis Donnerstag 11 bis 22 Uhr
Freitag bis Sonntag 11 bis 23 Uhr
Durchgängige Küche.

Rezept: Original Wiener Schnitzel

für 4 Personen

2 Kalbsschnitzel (á ca. 150 g; Oberschale)
etwas Salz und Pfeffer
2-3 Eier (je nach Größe)
ca. 50 g Mehl
ca. 200 g Semmelbrösel
ca. 300 g Schweine- oder Butterschmalz
2 in Schnitze geschnittene ZitronenVerfeinern

Die Kalbsschnitzel unter fließendem Wasser abspülen und trocken tupfen. Mit einem Fleischklopfer das Fleisch klopfen, so dass es nicht dicker als einen halben Zentimeter ist. Mit Pfeffer und Salz würzen. Die Eier in einem Teller verquirlen. Das Mehl und die Semmelbrösel getrennt voneinander auf zwei flachen Teller verteilen. Das Schmalz in einer Pfanne erhitzen. Jedes Schnitzel zunächst in Mehl wenden. Die Schnitzel von beiden Seiten durch das Ei ziehen und in den Semmelbröseln wenden. Die panierten Schnitzel portionsweise in das heiße Schmalz gleiten lassen. Die Schnitzel von jeder Seite 3 bis 4 Minuten goldbraun anbraten. Dabei sollte nicht an Schmalz gespart werden. Damit sich die Panade schön aufbläht, dürfen die Schnitzel nicht aneinanderstoßen. Die fertigen Schnitzel zuletzt noch auf Küchenpapier abtropfen lassen und dann möglichst heiß mit den Zitronenschnitzen, Pommes Frites und Salat servieren.