EWV passt die Gaspreise an

Historische Höchststände der Beschaffungspreise und CO2-Steuer sorgen für Preiserhöhung

REGION „Gerade in der jetzigen Zeit, hätten wir uns gewünscht, diesen Schritt nicht gehen zu müssen“, sagt EWV-Vertriebsleiter Christoph Hesse. Die EWV Energie- und Wasser-Versorgung GmbH wird zum 1. Dezember ihre Gaspreise in der Grundversorgung erhöhen müssen. Der Arbeitspreis steigt von 8,35 Cent pro Kilowattstunde brutto auf 9,33 Cent pro Kilowattstunde. Das bedeutet, dass ein Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 18.000 kWh im Jahr 176 € mehr bezahlt.

Rund 12.500 Kunden der EWV sind hiervon betroffen. „Wir wissen, dass viele Menschen in unserer Region zurzeit schwere Zeiten durchleben. Doch die gestiegenen Gaspreise an der Börse und die CO2-Steuer lassen uns leider keine andere Wahl“, so der Vertriebsleiter. Die zum 1. Januar 2021 eingeführte CO2-Abgabe von rund 0,55 Cent brutto pro Kilowattstunde habe die EWV durch eine gute Beschaffungsstrategie anfänglich noch auffangen können, erklärt Christoph Hesse: „Wir kaufen unser Gas immer nach einem bestimmten Plan. Einen großen Teil besorgen wir schon bis zu zwei Jahre im Voraus. Danach kaufen wir zu unterschiedlichen Zeitpunkten, bis wir unsere benötigten Mengen haben.“

Preise für kurzfristigen Gaseinkauf vervielfacht

Nun kommt eine Preissteigerung am Gasmarkt hinzu, die es in dieser Form noch nicht gegeben hat. Vor allem die Preise für die kurzfristigen Einkauf von Gas (Winter 2021/22) haben sich innerhalb eines Jahres verdreifacht bis vervierfacht. Was das für die EWV bedeutet, ist nahezu skurril, sagt Christoph Hesse: „Normalerweise freuen wir uns über steigende Kundenzahlen oder einen kalten Winter. Nun ist es das, was uns vor besondere Herausforderungen stellt. Denn einen kleinen Teil der Gasmengen und die, die wir vorher nicht einkalkulieren konnten, muss die EWV nun kurzfristig zu diesen hohen Preisen an der Börse kaufen.“

Der erste Gasversorger hat aufgrund dieser Entwicklung bereits die Gaslieferung für seine Kunden einstellen müssen. Ein trauriger Trend, der sich vermutlich schwer aufhalten lasse, so Christoph Hesse: „Nicht jeder Energieversorger wird diese Krise überstehen können. Für die EWV können wir hier jedoch absolute Entwarnung geben. Regionale Energieversorger setzen meist auf eine sehr ausgewogene und risikominimierte Einkaufsstrategie. Dies kommt uns jetzt zugute. Wir werden weiterhin für unsere Kunden da sein. Das kann ich versichern.“

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