Digitale Ausbildungsbotschafterin: Für Christina Obers eine Herzensangelegenheit

Region. Christina Obers zupft sich kurz die Haare zurecht und prüft die Online-Verbindung. Dann legt die Auszubildende los: Aus ihrem häuslichen Arbeitszimmer im Eifelort Roetgen berichtet sie Schülerinnen und Schülern des Berufskollegs Eschweiler von der Ausbildung. Das ist nichts Neues für die angehende Industriekauffrau von der EWV Energie- und Wasser-Versorgung GmbH. Denn schon seit über einem Jahr ist sie Ausbildungsbotschafterin der EWV.

„Das Neue daran ist das Format: Per Videokonferenz habe ich noch nie meine Tipps für eine erfolgreiche Ausbildung gegeben“, sagt sie. Vor ein paar Tagen absolvierte sie ihre ganz persönliche Premiere im Rahmen einer IHK-Aktion an den Berufskollegs der Region. Als erste in der Region Aachen, die ihr Wissen virtuell vermittelt. „Normalerweise sehe ich die Leute ja live, da kann ich dann per Blickkontakt oder Stimmführung die nötige Aufmerksamkeit erreichen“, sagt sie.

Digital ist anders

Digital ist anders: An diese Erfahrung kann sie nun auch einen Haken machen. Trotzdem hat sie sich von dieser Premiere nicht abschrecken lassen. „Im Gegenteil: Ich finde das Konzept toll. Denn auch, wenn ich derzeit nicht direkt in der Schule über meine Ausbildung berichten kann, kriegt die kommende Azubi-Generation doch alles mit“, sagt sie. Was sie so macht als Ausbildungsbotschafterin mit dem neuen Zusatz „digital“, ist schnell erklärt: Tipps zur Ausbildung geben, diejenigen für sich gewinnen, die vor dem Start ins Berufsleben stehen und mehr.

Für EWV-Ausbilder Ingo Malejka ist das Engagement der Ausbildungsbotschafter enorm wichtig. „Ob im direkten Gespräch oder virtuell: Unsere Azubis berichten aus dem wahren Leben. Das spricht die Schülerinnen und Schüler viel mehr an, als nur ein paar Flyer in die Hand gedrückt zu bekommen“, weiß er aus Erfahrung. Christina Obers kann da noch was „on top“ geben: „Ich finde es total wichtig, dass Schülerinnen und Schüler mitbekommen, dass eine Ausbildung nicht nur einfach ein Plan B ist, wenn man nicht studieren kann oder will.“

Späteres Studium nicht ausgeschlossen

Beim Blick auf ihre Schulzeit und den Erfahrungen in der Zeit danach, merkt man schnell, warum sie so engagiert ist. „An der Schule wurde uns eigentlich nur etwas übers Studieren erzählt. Dass eine Ausbildung die wichtige Grundlage für berufliches Fortkommen ist, wurde dort nicht vermittelt“, sagt sie. Und viele Bekannte, die erst studiert hätten, haben sich später doch noch für eine Ausbildung entschieden. Ihr war schon nach dem Abi klar, dass sie erstmal eine Ausbildung macht. „Dann hat man nicht nur was Konkretes in der Hand. Ich verdiene ja auch ab dem ersten Tag eigenes Geld. Und ein späteres Studium – beispielsweise, um meine Kenntnisse auszubauen - ist ja nicht ausgeschlossen“, weiß sie.

Aber auch etwas anderes zählt für Christina Obers: „Mir war es wichtig, in der Region zu bleiben. Ich wohne gerne in Roetgen, will hier nicht weg. Bei der EWV bekomme ich eine gute Ausbildung bei einem guten Arbeitgeber in der Region. Das passt perfekt für mich.“ Weitere Pluspunkte für sie: Die EWV bildet für den eigenen Bedarf aus. Und dank Abteilungen mit kaufmännischer, vertrieblicher und strategischer Ausrichtung sind die Möglichkeiten nach dem Abschluss vielfältig. Fertig wird sie im Sommer 2022: „Bis dahin will ich auf jeden Fall noch weitere Einsätze haben. Das liegt mir am Herzen. Egal, ob digital oder vor Ort.“

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