Regenerativer Strom für 4.500 Haushalte

Der Solarpark Herzogenrath wurde erweitert: Heute wurde in den Nivelsteiner Sandwerken der Anbau offiziell eingeweiht. Wie bereits beim Solarpark Herzogenrath, handelt es sich bei dem Anbau um ein Projekt der EWV Energie- und Wasser-Versorgung GmbH und der n.s.w. energy gmbh, einer Tochterfirma der Nivelsteiner Sandwerke und Sandsteinbrüche GmbH. Auch die Stadt Herzogenrath ist mit zehn Prozent beteiligt. Somit beherbergt das Herzogenrather Sandwerk nun den größten Solarpark in NRW. Mit einer Spitzenleistung von mehr als 14 Megawatt (MW) können über 4.500 Haushalte mit regenerativem Strom versorgt werden. Früher waren es rund 3000. Bürgermeister Christoph von den Driesch betonte die Bedeutung des Solarparks für die Stadt: „Aktuell können wir alle in die Diskussion um den Atomausstieg – insbesondere um die Abschaltung der Atomkraftwerke im belgischen Tihange – in den Medien verfolgen. Die Problematik zeigt, wie wichtig es ist, alternative Energiequellen zu erschließen. Die Sonne ist ein Energielieferant, den wir nicht verbrauchen können und bei dessen Nutzung keine schädlichen Abgase entstehen. Als Bürgermeister der Stadt Herzogenrath bin ich stolz darauf, dass unsere Stadt am größten Solarpark in NRW beteiligt ist. Mit der ausgezeichneten Umweltbilanz der Photovoltaik wird mit diesem Vorzeige-Projekt ein wichtiger Beitrag zur CO2-Einsparung auf dem Markt und damit zum Umweltschutz geleistet. Hierfür danke ich allen Beteiligten ganz herzlich." 

Für EWV-Geschäftsführer Manfred Schröder passt der Solarpark Herzogenrath zur Philosophie der EWV: „Der Ausbau der regenerativen Energien in unserer Region ist nicht erst seit der Energiewende das Ziel der EWV. Dass wir jetzt nach der Erweiterung den größten Solarpark in NRW haben, ist natürlich auch für uns ein großer Meilenstein, auf den wir sehr stolz sind. Was allerdings nicht bedeutet, dass wir damit unser Ziel erreicht haben. So ist die EWV zum Beispiel aktuell an dem Bau des Windparks in Eschweiler beteiligt und weitere Projekte im Bereich erneuerbare Energien werden mit Sicherheit folgen."

Für solch große Klimaschutzprojekte braucht man starke Partner, auf die man sich verlassen kann. „Genau das hat mit der EWV geklappt", sagt Charles Russel, der Besitzer der Nivelsteiner Sandwerke. „Schon beim Bau des ersten Solarpark-Teils lief alles reibungslos und Hand in Hand. Deshalb haben wir beschlossen, auch den Anbau gemeinsam anzugehen, denn schon damals konnten wir viele Erfahrungen sammeln, die uns natürlich jetzt beim Anbau geholfen haben."

Im September 2016 fiel der Startschuss: Im Akkord haben etliche Bagger die Dumper voll geladen. Tausende Tonnen Sand und Erde mussten bewegt werden, um die ca. 33.000 Quadratmeter große Fläche für den Anbau zu ebnen. Das sind mehr als vier Fußballfelder. Danach folgte die Unterkonstruktion aus mehreren hundert Tonnen Stahl. EWV-Projektleiter Dr. Matthias Betsch erinnert sich an die Verlegung der rund 15.000 Solarmodule: „Egal ob Regen oder Sturm, die riesigen Kartons wurden wie am Fließband ausgepackt und die über einen Quadratmeter großen Module Stück für Stück installiert. Es war beeindruckend zu sehen, wie die Anlage von Tag zu Tag gewachsen ist." Eine Erfahrung, die Dr. Betsch nicht unbekannt ist, denn er war schon für den Bau des ersten Teils des Solarparks verantwortlich.

Für den ersten Solarpark wurden im Mai 2012 in nur knapp zwei Monaten rund 42.000 Solarmodule auf einer Fläche von über 80.000 Quadratmetern montiert. Das entspricht der Größe von elf Fußballfeldern. „Wir hatten schon bei den Planungen des Solarparks einen Anbau im Tagebau Hochfeld in Betracht gezogen, was uns natürlich jetzt sehr geholfen hat", erklärt Betsch. Der erste Teil erbrachte bereits eine Leistung von 10 MW. Mit dem Anbau kommen nun weitere 4 MW hinzu.

Bei einem Tag der offenen Tür am Samstag, 18. März, können sich Anwohner und Besucher von 12 bis 15 Uhr selbst ein Bild vom Solarpark Herzogenrath machen. Die Entstehung des größten Solarparks in NRW gibt es im Zeitraffer und Video hier.

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