Laternen auf dem Prüfstand

Wer in den vergangenen Tagen einen kleinen Bagger an einer Straßenlaterne rütteln gesehen hat, wurde nicht etwa Zeuge von Vandalismus. Hierbei handelt es sich um einen aufwendige Standsicherheitsprüfung. Diese fand in den vergangenen Tagen unter anderem in Stolberg statt. „Rund 400 Beleuchtungsmasten wurden in Stolberg, Eschweiler und Baesweiler geprüft“, so Pressesprecherin Yvonne Rollesbroich. 

Denn eine bundesweit angelegte Studie hat gezeigt, dass in Deutschland rund 3,3 Prozent aller Masten (Lichtmasten, Signalanlagen, Flutlichtmasten, Verkehrszeichen, etc.) sichtbare und/oder unsichtbare Schäden aufweisen. Sie entstehen durch eine Vielzahl von Belastungen und Umwelteinflüssen. „Diese Schäden kann man oft mit dem bloßen Auge nicht erkennen, deshalb sind die regelmäßigen Prüfungen umso wichtiger. Hierzu beauftragen wir eine Spezialfirma“, erklärt Rollesbroich. 

Durch die Standsicherheitsprüfung der Roch Services GmbH aus Lübeck werden exakte, technische Messdaten abgeliefert, an denen man sich zweifelsfrei orientieren kann, ob ein Mast noch „haltbar“ oder vielleicht umsturzgefährdet ist. Mit einem hoch entwickelten Prüfgerät wird Mast für Mast ein Belastungsdiagramm erstellt (ein so genanntes „Mast-EKG“), welches die Schwachstellen aufspürt und detailliert dokumentiert. So wird zum einen für die Sicherheit auf den Straßen gesorgt und zum anderen wird der Verkehrssicherungspflicht nachgekommen.

Darüber hinaus ist die Standsicherheitsprüfung ein Beleg für kostenbewusstes wirtschaften, denn sie bedeutet ein erhebliches Einsparpotenzial bei den laufenden Wartungs- und Instandhaltungskosten. Durch die detaillierten Prüfergebnisse werde gewährleistet, so Yvonne Rollesbroich, dass nur die wirklich gefährdeten Masten ausgewechselt werden müssen. 

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