EWV macht die Ausbildung flexibler

„Wir möchten mit unseren angepassten Ausbildungsangeboten besser auf die Bedürfnisse der Jugendlichen eingehen“, erklärt EWV-Ausbilder Ingo Malejka. Dazu gehört auch, dass die EWV Teil des Pilotprojektes „Switch“ - einem Ausbildungsprojekt für Studienabbrecher -  das erst vor kurzem von Bundeskanzlerin Angela Merkel hoch gelobt wurde. „Wir haben für das kommende Jahr schon unsere zwei ‚Switcher’ gefunden. Beide starten am 3. August mit einer kaufmännischen Ausbildung bei der EWV“, erklärt Malejka.

Aylin Akar (22) ist die erste „Switcherin“ und hat sich im dritten Semester für den Umstieg auf eine Ausbildung entschieden: „Ich habe eine Mischung aus Psychologie und Informatik studiert und deshalb erstmal ein Praktikum in der IT-Abteilung der EWV gemacht. Da hat es mir so gut gefallen, dass ich mich entschieden habe, hier eine Ausbildung zur Industriekauffrau zu beginnen.“ Die Ausbildung ist auf zwei Jahre verkürzt. 

Genau wie die von Andy Stieg (30), dem zweiten „Switcher“ der EWV: „Ich habe mich im 14. Semester meines BWL-Studiums für eine Ausbildung zum Industriekaufmann entschieden.“ Für die EWV seien die „Switcher“ eine große Bereicherung, sagt Ingo Malejka: „Im Fach Informatik beendet oft nur jeder Zweite sein Studium. Vor allem im IT-Bereich können wir in diesen Fällen vom Vorwissen der Studienabbrecher profitieren.“

Aber nicht nur mit dem Projekt „Switch“ hat die EWV in diesem Jahr im Bereich Ausbildung eine Premiere: Es wird zum ersten Mal eine Teilzeitausbildung angeboten. Brigitte Michaelis (24) ist alleinerziehend und hat eine dreijährige Tochter: „Ich wollte eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement machen und habe eine entsprechende Stellenanzeige der EWV gesehen und mich einfach beworben. Den ersten persönlichen Kontakt hatte ich dann mit Herrn Malejka beim EWV-Ausbildungstag im vergangenen September.“ 

Ingo Malejka erinnert sich: „Wir haben uns schnell entschieden, Frau Michaelis eine Teilzeitausbildung anzubieten. Nur wenn wir auf die Lebensumstände und Bedürfnisse der Mitarbeiter eingehen, kann ein optimales Arbeitsverhältnis zustande kommen. So werden wir sowohl für die Teilzeitausbildung als auch für die ‚Switcher’ individuell angepasste Ausbildungspläne erstellen.“

Dass die EWV flexibel ist, hat auch Julia Weisheim (21) erfahren. Sie hat sich entschieden, ihr bisheriges Ausbildungsunternehmen zu verlassen: „Leider hat es nicht richtig gepasst. Ich bin jetzt im zweiten Lehrjahr in der Ausbildung zur Bürokauffrau und habe einfach eine Initiativbewerbung an die EWV geschickt. Ich freue mich sehr, dass der Wechsel so unkompliziert und vor allem schnell geklappt hat.“ Sie ist schon seit dem 1. Mai bei der EWV im Einsatz.

Die EWV bildet in diesem Jahr neben den Industriekaufleuten zum ersten Mal Kaufleute für Büromanagement aus. „Da kam uns der Wechsel von Julia Weisheim sehr gelegen. Sie bringt schon Erfahrungen aus der Ausbildung zur Bürokauffrau mit, da können wir auch von ihr lernen“, lacht Ingo Malejka. Eine Situation, von der beide Seiten profitieren – eine perfekte Voraussetzung für eine gelungene Ausbildung. 

Bildunterschrift: v.l.n.r. Brigitte Michaelis, Ingo Malejka, Julia Weisheim und Aylin Akar. Beim Termin nicht dabei: Andy Stieg.

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