Energiesparen in der Küche

Seit Freitag gibt es von der EU neue Energievorgaben für Küchengeräte. Dieses Mal geht es um Backöfen, Kochfelder sowie Dunstabzugshauben. EWV-Energieberater Heinz Theis hat die wichtigsten Fragen zu diesem Thema beantwortet.

Seit Freitag gibt es von der EU neue Energievorgaben für Küchengeräte. Dieses Mal geht es um Backöfen, Kochfelder sowie Dunstabzugshauben. EWV-Energieberater Heinz Theis hat die wichtigsten Fragen zu diesem Thema beantwortet.

Was hat sich geändert?

Theis: Die EU verbannt besonders energiehungrige Küchengeräte vom Markt. Das betrifft Dunstabzugshauben sowie mit Strom oder Gas betriebene Backöfen und Kochfelder für den privaten Haushalt. Wir kennen das ja schon zum Beispiel von Glühlampen oder Staubsaugern. 

Heißt das, ich darf jetzt meinen alten Backofen nicht mehr benutzten?

Theis: Nein, auf keinen Fall. Es wird niemand gezwungen, seinen Backofen oder irgendein anders Gerät auszumustern oder umzurüsten – die Neuregelung gilt nur für den Verkauf neuer Produkte.

Wie wird denn festgelegt, welche Geräte nicht mehr auf den Markt dürfen?

Theis: Dafür gibt es spezielle Tests. Es wird eine bestimmte Energiemenge festgelegt, die die jeweiligen Geräte bei einer bestimmten Leistung verbrauchen dürfen. Liegt der Verbrauch über dieser Grenze, dürfen sie nicht mehr verkauft werden. Die Geschäfte müssen ihre Bestände jetzt aber nicht wegwerfen. Produkte, die schon im Handel sind, dürfen noch „abverkauft“ werden.

Heißt das, die Geräte werden dann alle teurer?

Theis: Davon müssen wir nicht ausgehen. Die Hersteller bauen ja nur bereits vorhandene Energiespartechnologie in die Geräte ein. Und schon jetzt ist der Preisunterschied zwischen effizienten Geräten und Energiefressen überschaubar. Außerdem sparen wir durch die niedrigeren Energiekosten auch wieder Geld. 

Wie viel kann man mit den neuen Geräten denn sparen?

Theis: Hier gibt es eine Durchschnittsrechnung von der EU, wonach ein Haushalt mit neuen Geräten pro Jahr etwa 50 Euro Energiekosten einsparen könnte. Das teilt sich so auf: Zehn bis 15 Euro bei den Backöfen, 15 bis 20 Euro bei Kochfeldern und 15 Euro bei Dunstabzugshauben. Das ist gut für unseren Geldbeutel und für die Umwelt, denn mit den effizienteren Geräten senken wir gleichzeitig den CO2-Ausstoß.

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