Beim Kinderprojektcircus „Lollipop“ mussten die EWVler richtig anpacken

Praller Sonnenschein, eine Lastwagenladung voller Arbeit und viel Schweiß: Wer beim Zeltaufbau des Kinderprojektcircus „Lollipop“ auf dem früheren Gelände des Indeland-Stadions an der Franz-Rüth-Straße am Sonntag reinschaute, wusste dass die Arbeiten vor der Aktionswoche richtig fordernd waren.

Doch das war kein Problem für die Helfer, Eltern und Freiwilligen von der EWV Energie- und Wasser-Versorgung GmbH aus Stolberg, die einen halben Sonntag opferten, um den Kindern eine tolle Woche im Zirkus zu ermöglichen. „Unsere Aufgabe liegt insbesondere darin, Kindern Selbstvertrauen und Kraft zu schenken“, sagt Patrick Brumbach vom „Team Lollipop“. Getragen wurde der Mitmachzirkus für 90 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sieben und 16 Jahren vom Verein „Flügelschlag – Starke Kinder an der Inde“ in Kooperation mit dem Jugendamt der Stadt Eschweiler. Gesponsert wurde das Ganze von der EWV mit ihrem alljährlichen Mitarbeiter-Sponsoring unter dem Titel „Mitarbeiter packen’s an“.

Und das war wirklich wörtlich zu nehmen: „Das war Mitarbeitersponsoring at its best“, kommentierte Thomas Kohlen von der EWV die Aktion. Gemeinsam mit zehn Kollegen gehörte er zum Team von EWVlern, die mit Muskelkraft und Einsatzwillen innerhalb von etwas mehr als drei Stunden aus dem Inhalt eines riesigen LKW und zweier Anhänger ein ausgewachsenes Zirkuszelt plus Nebenzelt machten. Dass sich der Muskelkater am Montag gelohnt hatte, zeigte sich während der gesamten Projektwoche. Denn das ausgebildete und erfahrene Trainerteam vom Zirkus bewies mit seiner einfühlsamen, professionellen und tollen Art, dass in jedem Kind das Talent zum Zirkusartist steckt. Nach einer Eröffnungsshow, bei der die Kinder einen Vorgeschmack auf die Woche unterm Zirkuszelt bekommen, geht die pädagogische Arbeit los. „Keiner soll sich überschätzen oder Angst vor dem Auftritt in der Manege haben“, weiß Patrick Brumbach. Darum können sich die Kinder bei „Lollipop“ immer selbst aussuchen, welche Zirkusdisziplin sie ausprobieren möchten. „Am Ende des ersten Tages wissen alle Akteure, in welcher Circusnummer sie mitwirken“, berichtet Brumbach, „ob als Zauberer, Jongleur, Seiltänzer oder Feuerspucker findet jeder seinen Platz“. Dafür, dass jeder der 90 Teilnehmer einen Platz hat, sorgt auch der Verein Flügelschlag, der mit dem Netzwerk gegen Kinderarmut und für Teilhabe des Nachwuchses an Sport-, Kultur- und Bildungsangeboten hinter dem Projekt steht. „Das Netzwerk ist 2013 mit dem Ziel gegründet worden, Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen für betroffene Kinder und Eltern in Eschweiler zu initiieren“, sagt Dorothee Kohlen, Netzwerk-Koordinatorin vom Jugendamt der Stadt Eschweiler dazu. „Wir wollen Chancen eröffnen, Teilhabe ermöglichen und Bildung unterstützen“, schließt sie. Und wenn dann noch ein wenig Magie die Augen der Kinder in der Manege nicht nur bei der abendlichen Abschlussgala glänzen lässt, sind alle Beteiligten glücklich. „Da lohnt sich auch der Muskelkater“, meinte Thomas Kohlen abschließend.

Und für EWV-Geschäftsführer Manfred Schröder ist der Einsatz der EWV-Mitarbeiter auch Gold wert. „Wir freuen uns, die Menschen unserer Region in ihrem Engagement vor Ort zu fördern“. Schließlich ist die EWV jährlich bei rund 400 Vereinen, Einrichtungen und gemeinnützigen Projekten in der Region mit einer Spende oder einem Sponsoring dabei. „Indem wir das Engagement der Menschen vor Ort fördern, geben wir etwas an die Region und ihre Menschen zurück“, schließt er.

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